Kurzfazit
- Wochenendcamping mit Kühlakkus26 Liter reichen für Getränke und Frischware für ein bis zwei Tage, ganz ohne Strom
- Festival- und Picknick-TripsLeichte Hartschalenbauweise ohne Elektronik, einfach ins Auto oder auf den Bollerwagen
- Mehrtägige Trips ohne NachkühlenPassive Isolierung braucht regelmäßig frische Kühlakkus oder Eis, ein Nachkühlen unterwegs sollte eingeplant werden
- Autarke Dauerkühlung im WohnmobilOhne 12V- oder 230V-Anschluss ist eine Kompressor-Kühlbox hier die bessere Wahl
- Einfrieren von LebensmittelnRein passive Isolierung kühlt, friert aber laut Bauweise nicht zuverlässig ein
Auf einen Blick
| Kühlboxtyp | Passive Hartschalen-Kühlbox (ohne Strom) |
| Kühltechnik | PU-Vollschaumisolierung |
| Volumen | 26 Liter |
| Serie | Icetime Plus |
| Außenmaße | 41 × 42 × 32 cm (Herstellerangabe, Stand: 2026-08) |
| Innenmaße | 33 × 33 × 24 cm |
| Leergewicht | 2,4 kg |
| Flaschenkapazität | 6 × 1,5-Liter-Flaschen (Herstellerangabe) |
| Kühldauer | bis zu 24 Stunden laut Campingaz — abhängig von Vorkühlung, Kühlakkus und Außentemperatur |
| Fertigung | Made in Italy |
| Preis | ca. 36 € (Warenpreis + Versand) – Preis kann abweichen, siehe Kaufbox |
Für wen ist welche Kühlbox richtig?
| Einsatz | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Wochenendcamping, Kühlakkus vorhanden | Campingaz Icetime Plus 26L | 26 Liter, PU-Vollschaum, kein Strom nötig – reicht für 2–3 Personen |
| Festival, Tagesausflug, Picknick | Campingaz Icetime Plus 26L | Leicht zu tragen, robuste Hartschale, keine Technik die ausfallen kann |
| Mehrtägige Autarkie im Wohnmobil/Van | Kompressor-Kühlbox mit 12V-Anschluss | Konstante Temperatur ohne ständiges Nachkühlen mit Eis |
| Wenig Budget | Campingaz Icetime Plus 26L | Die Box bewegt sich im unteren Preissegment für Hartschalenboxen dieser Größe (aktueller Preis siehe Kaufbox oben) – eine sinnvoll günstigere Markenalternative mit vergleichbarer PU-Vollschaumisolierung ist uns nicht bekannt |
| Nicht geeignet für | Lange Trips ohne Zugang zu Eis oder Strom | Passive Isolierung hält Kühlgut nur so lange kalt, wie die Kühlakkus selbst kalt bleiben – ohne Nachkühlmöglichkeit ist eine reine Isolierbox hier keine gute Wahl |
Campingaz Icetime Plus 26L vs. die Alternativen
| Merkmal | Campingaz Icetime Plus 26L | Coleman Xtreme | Dometic Cool-Ice |
|---|---|---|---|
| Volumen | 26 Liter | rund 25–26 Liter | ab 33 Liter (WCI 33), CI-Reihe ab 43 Liter |
| Bauweise | PU-Vollschaum-Hartschale | Kunststoff-Hartschale mit Schaumisolierung | rotationsgeformt, dickere Wandstärke |
| Gewicht | vom Hersteller nicht angegeben | erfahrungsgemäß 2 bis 3 Kilogramm | 8,7 kg beim CI 42 laut Hersteller (Stand: 2026-08) |
| Preislage | Einstiegssegment, aktuelles Angebot siehe Kaufbox | ähnlich bis leicht höher | deutlich höher, häufig das Zwei- bis Dreifache |
| Passt, wenn du… | gelegentlich am Wochenende unterwegs bist und auf den Preis achtest | eine austauschbare Einstiegsbox in derselben Größenklasse suchst | häufig hart beanspruchst, mehr Volumen brauchst und den Aufpreis zahlen willst |
Alle drei sind rein passive Boxen ohne Kühltechnik — sie halten kalt, was kalt hineingelegt wird. Der Unterschied liegt nicht in der Kühlleistung, sondern in Volumen, Robustheit und Preis.
PRO & CONTRA
- Rein passiver Betrieb ohne Strom oder Akku – überall einsetzbar, auch ohne Fahrzeug in der Nähe.
- 26 Liter Volumen reichen für Wochenendtrips zu zweit oder mit kleiner Gruppe.
- PU-Vollschaumisolierung sorgt für solide Grundisolierung ohne bewegliche Technik, die ausfallen kann.
- Campingaz als langjährig etablierte Marke im Camping- und Outdoor-Zubehör.
- Aktuell günstiges Einstiegsangebot im unteren Preissegment dieser Größenklasse.
- Kühldauer hängt stark von Kühlakkus/Eis und Umgebungstemperatur ab – ein pauschaler Stundenwert war beim Hersteller in dieser Recherche nicht einsehbar.
- Kein Einfrieren möglich, nur reine Kühlung.
- Leergewicht (2,4 kg) und Maße stammen aus der Campingaz-Produktseite; eine unabhängige Nachmessung liegt uns nicht vor.
Campingaz und die Icetime-Plus-Reihe
Innerhalb des Campingaz-Sortiments ist die Icetime Plus die klassische Passiv-Variante: keine Kühltechnik, kein Anschluss, nur Isolierung. Sie sitzt im Einsteiger- bis Mittelsegment der Hartschalenboxen – ohne Kompressor, dafür mit einfacher Handhabung und niedrigem Anschaffungspreis. Der Verzicht auf jede Elektronik ist dabei kein Kompromiss, sondern die bewusste Zielsetzung dieser Produktklasse: eine robuste Lösung für alle, die nicht bei jedem Trip an Ladezustand oder Bordnetz-Kompatibilität denken wollen. Für Einsteiger, die zum ersten Mal überhaupt eine Kühlbox kaufen, ist gerade dieser reduzierte Funktionsumfang ein Vorteil: Es gibt weniger, das falsch bedient werden kann, und der Umgang mit der Box erschließt sich ohne Anleitung. Für alle, die unsicher sind, ob sich der Umstieg auf eine Kompressor-Lösung schon lohnt, ist eine günstige Passivbox wie diese der naheliegendere Einstieg – erst bei wiederkehrendem Bedarf würde ich zu einer teureren Lösung raten.
Grundlage dieser Einschätzung: Herstellerdaten campingaz.com · allgemein bekannte Marktpositionierung vergleichbarer Passiv-Kühlboxen · Vergleich mit Coleman Xtreme und Dometic Cool-Ice.
Handling im Alltag
Eine rein passive Box hat gegenüber Kompressor-Kühlboxen einen klaren Vorteil: Es gibt keine Elektronik, die ausfallen kann, und keinen Akku, der vor der Tour geladen werden muss. Positiv fällt auf: Die Hartschale lässt sich einfach abwischen, ein Ablauf für Schmelzwasser ist bei Boxen dieser Bauart üblich. Auch beim Verstauen im Kofferraum oder auf dem Bollerwagen zeigt sich der Vorteil der einfachen Bauweise: Es gibt keine empfindliche Elektronik, auf die beim Transport Rücksicht genommen werden müsste, und kein Kabel, das vergessen werden kann. Auch bei etwas raueren Bedingungen – wenn die Box mehrfach ein- und ausgeladen oder auf unebenem Untergrund abgestellt wird – bietet eine Hartschale ohne bewegliche Teile grundsätzlich weniger Angriffsfläche für Defekte als ein Gerät mit Kompressor und Stromkabel. Wer regelmäßig unterwegs ist und auf Nummer sicher gehen will, dem würde ich zusätzlich einen zweiten Satz Kühlakkus empfehlen, um die Standzeit ohne Nachkühlen zu verlängern. Wer öfter spontan lospackt und keine Lust auf Ladezeiten oder Bordnetz-Rechnerei hat, ist mit einer einfachen Isolierbox wie dieser besser bedient als mit einer technisch aufwendigeren Lösung, die erst vorbereitet werden muss.
Die ehrliche Schwäche: Wie lange die Icetime Plus 26L tatsächlich kühl hält, hängt maßgeblich von der Menge und Vorkühlung der eingesetzten Kühlakkus sowie der Umgebungstemperatur ab – eine verlässliche, produktspezifische Stundenangabe des Herstellers ließ sich in dieser Recherche nicht auffinden. Für einen heißen Sommertag ohne Nachkühlmöglichkeit ist das ein relevanter Unsicherheitsfaktor, für einen kühleren Wochenendausflug mit Zugang zu neuem Eis spielt es kaum eine Rolle.
- Getränke und Lebensmittel vorgekühlt einpacken — eine passive Box kühlt nichts herunter, sie hält nur kalt.
- Kühlakkus vollständig durchfrieren lassen; in haushaltsüblichen Gefrierfächern rechnet man dafür mit etwa einem Tag.
- Box möglichst voll packen. Luft erwärmt sich deutlich schneller als der Inhalt — Lücken lassen sich mit Handtüchern füllen.
- Im Schatten lagern, nicht im aufgeheizten Kofferraum.
- Selten und kurz öffnen: Bei jedem Öffnen wird die gekühlte Luft vollständig gegen Warmluft getauscht.
Für wen lohnt sich die Anschaffung?
Für alle, die hauptsächlich am Wochenende campen oder zum Festival fahren und dabei Zugang zu Kühlakkus oder Eis haben, würde ich eher zur Icetime Plus 26L raten als zu einer teureren Kompressor-Box – der Aufpreis lohnt sich für diesen Nutzungsfall selten. Anders sieht es aus, wer regelmäßig mehrtägige Trips ohne Nachkühlmöglichkeit plant oder im Wohnmobil ohnehin einen 12V-Anschluss zur Verfügung hat: Hier ist eine Kompressor-Kühlbox die verlässlichere, wenn auch deutlich teurere Wahl. Auch Familien mit kleineren Kindern, die einen Zeltplatz mit Strom- und Wasseranschluss nutzen, sind mit einer aktiv kühlenden Lösung meist besser bedient, da sich der Aufwand für regelmäßiges Eisnachkaufen dort kaum lohnt. Auf Zeltplätzen ohne Stromanschluss oder bei spontanen Tagestouren ohne festen Zugang zu einer Steckdose zeigt sich der Vorteil einer rein passiven Lösung dagegen besonders deutlich – hier stellt sich die Frage nach Akkulaufzeit oder Bordnetz-Kompatibilität ohnehin nicht. Wer nur gelegentlich campt und primär Getränke kühl halten will, ist mit dieser Einstiegsbox gut bedient, ohne gleich in ein technisch aufwendigeres Gerät investieren zu müssen.
Häufige Fragen zu Campingaz Icetime Plus 26L
Wie lange hält die Campingaz Icetime Plus 26L kühl?
Das hängt stark von den verwendeten Kühlakkus bzw. Eis und der Umgebungstemperatur ab. Campingaz nennt für dieses Modell bis zu 24 Stunden Kühldauer (Herstellerangabe, Stand: 2026-08) – als reine Isolierbox ohne Kompressor gilt grundsätzlich: je besser vorgekühlt und je öfter nachgekühlt wird, desto länger bleibt der Inhalt kalt.
Braucht die Kühlbox Strom oder einen Akku?
Nein. Die Icetime Plus 26L arbeitet rein passiv über eine PU-Vollschaumisolierung, ganz ohne Stromanschluss oder Batterie.
Reicht die Größe für einen Wochenendtrip zu zweit?
26 Liter bieten Platz für Getränke, Frischware und zusätzliche Kühlakkus für zwei bis drei Personen an einem verlängerten Wochenende – für eine ganze Familie über mehrere Tage wird es dagegen eng.
Kann man in der Box auch Lebensmittel einfrieren?
Nein. Als rein passive Kühlbox ohne Kompressor kühlt sie den Inhalt herunter, erreicht aber konstruktionsbedingt keine Gefriertemperaturen.
Wer verkauft das aktuell verlinkte Angebot?
Das oben verlinkte Angebot läuft über den Marktplatz-Verkäufer Hitseller-Shop bei OTTO, nicht über OTTO selbst als Verkäufer.
Was ist der Unterschied zu einer Kompressor-Kühlbox?
Eine Kompressor-Kühlbox kühlt aktiv über einen Stromanschluss und hält eine konstante Temperatur unabhängig von Außentemperatur oder Kühlakkus – dafür ist sie teurer, schwerer und braucht eine Stromquelle. Die Icetime Plus 26L verzichtet auf all das zugunsten von niedrigem Preis und einfacher Handhabung.