Kurzfazit
- Alltags-GesundheitstrackingEKG, Hauttemperatur und Body Battery liefern durchgehende Werte, ohne dass du zwischen mehreren Geräten wechseln musst
- Genusswandern und Radtouren mit GPS-BedarfMultiband-GNSS (GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou) für präzise Routen auch unter Bäumen, bei einfacher Touchscreen-Bedienung
- Ambitioniertes Marathon-/Ultra-TrainingTrainingsmetriken sind jetzt an Bord, aber die tiefe Trainingsplanung der reinen Sportuhren (Forerunner, Fenix) fehlt weiterhin
- Ultraleicht-Fokus beim Rucksack-Trekking51 g (45 mm) bzw. 42 g (41 mm) sind spürbar mehr als die 30–39 g des Coros Pace 3
- Budget unter 300 €Der Vorgänger Venu 3 ist ab ca. 299 € (Stand: 07/2026) zu haben, der Coros Pace 3 schon ab ca. 187 € (Stand: 07/2026)
Auf einen Blick
| Gewicht | 51 g (45 mm) / 42 g (41 mm) |
| Gehäuse | Vollmetall, Edelstahl-Lünette, Corning Gorilla Glass, 12,5 mm (45 mm) dick |
| Display | 1,4" AMOLED, 454 × 454 Pixel (45 mm) |
| Akkulaufzeit | bis 12 Tage Smartwatch-Modus / 4 Tage Always-on (45 mm) |
| Wasserdichtigkeit | 5 ATM |
| GPS-System | Multiband-GNSS (GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou) mit SatIQ |
| Speicher | 8 GB, Musik für über 500 Songs |
Für wen ist welche GPS-Smartwatch richtig?
| Einsatz | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Alltags-Gesundheitstracking mit Premium-Optik | Garmin Venu 4 | EKG, Vollmetallgehäuse, Taschenlampe und Multiband-GPS in einem Gerät |
| Wandern/Trekking mit Fokus auf Gewicht und Akku | Coros Pace 3 | Nur 30–39 g, bis zu 15 Tage Smartwatch-Akku, schon ab ca. 187 € |
| Bereits Venu-3-Besitzer ohne EKG-Bedarf | Garmin Venu 3 behalten | Spart den Aufpreis zur Venu 4 bei nur zwei Tagen weniger Akkulaufzeit |
| Sehr knappes Budget | Coros Pace 3 Nylon | Ab ca. 187 € (Stand: 07/2026), trotzdem Dual-Frequency-GPS |
| Intensive Marathon-/Ultra-Trainingssteuerung | eher eine reine Sportuhr (z. B. Garmin Forerunner) | Die Venu-Reihe bleibt Lifestyle-fokussiert, keine tiefe Trainingsplan-Steuerung |
Garmin Venu 4 vs. die Alternativen
- 51 g, Vollmetallgehäuse mit Edelstahl-Lünette
- Multiband-GNSS (GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou) + SatIQ, EKG, Hauttemperatursensor
- bis 12 Tage Smartwatch-Akku, LED-Taschenlampe
- ca. 418 € (Stand: 07/2026)
- 47 g, Gehäuse aus faserverstärktem Polymer mit Edelstahl-Lünette
- GPS/GLONASS/Galileo ohne Multiband, kein EKG, keine Taschenlampe
- bis 14 Tage Smartwatch-Akku
- ca. 299 € (Stand: 07/2026)
Empfehlung: Wer bereits Multiband-GPS, EKG oder die Taschenlampe konkret nutzen will, greift zur Venu 4 – wer nur ein solides Gesundheits-Tracking ohne diese Extras sucht, spart mit dem weiterhin verkauften Venu 3 rund 120 €.
- 51 g, AMOLED-Display, Lautsprecher/Mikro für Anrufe
- EKG, NFC/Garmin Pay, LED-Taschenlampe
- bis 12 Tage Smartwatch-Akku, bis 17 h GPS+Multiband
- ca. 418 € (Stand: 07/2026)
- 39 g, Always-on-Transflektiv-Display (kein AMOLED)
- Kein EKG, keine Anruffunktion, keine Taschenlampe
- bis 15 Tage Smartwatch-Akku, bis 38 h GPS-only
- ca. 229 € (Stand: 07/2026)
Empfehlung: Für reine Lauf- und Trekking-Kilometer mit maximaler Akkulaufzeit und minimalem Gewicht ist der Coros Pace 3 die konsequentere Wahl – die Venu 4 punktet, sobald Gesundheitsdaten, Anrufe am Handgelenk und ein hochwertiges Gehäuse dazukommen sollen.
PRO & CONTRA
- Erstmals Multiband-GNSS (GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou) mit SatIQ in der Venu-Serie – präzisere Ortung in Städten und unter dichtem Blätterdach
- Vollmetallgehäuse mit Edelstahl-Lünette und Corning Gorilla Glass statt Kunststoffgehäuse beim Vorgänger
- EKG-Funktion und Hauttemperatursensor, die dem Venu 3 fehlen
- LED-Taschenlampe mit Weiß- und Rotlicht-Modus fürs Zelt oder den Weg nachts
- Bis zu 12 Tage Akkulaufzeit im Smartwatch-Modus trotz deutlich mehr Sensorik
- 51 g (45 mm) spürbar schwerer als spezialisierte Sportuhren wie der Coros Pace 3
- Zwei Tage kürzere Smartwatch-Akkulaufzeit als der Vorgänger Venu 3
- Ca. 418 € (Stand: 07/2026) – rund 120 € teurer als der weiterhin erhältliche Venu 3
- Keine tiefe Trainingsplan-Steuerung wie bei Garmins reinen Sportuhren (Forerunner, Fenix)
Was die Venu 4 vom Vorgänger unterscheidet
Die Venu-Reihe war bislang die „freundlichere“ Garmin-Uhr – gute Gesundheitswerte, aber ohne die Sportuhr-Extras von Forerunner oder Fenix. Genau das ändert sich mit der Venu 4: Multiband-GPS, EKG und ein Metallgehäuse waren bisher den teureren Sportuhren vorbehalten und wandern jetzt in die Lifestyle-Linie. Wer täglich zwischen Bürostuhl, Wanderweg und Radweg wechselt, bekommt damit ein Gerät, das nicht mehr zwischen „nur Gesundheit“ oder „nur Sport“ wählen lässt.
Grundlage dieser Einschätzung: Herstellerdaten garmin.com und die Garmin-Pressemitteilung zum Marktstart · technische Spezifikationen wiki.garminrumors.com · unabhängiger Praxisbericht the-gadgeteer.com · Community-Erfahrungen aus dem android-hilfe.de-Nutzerforum · Preisvergleich geizhals.de.
Erster Eindruck: Was Umsteiger berichten
Freiluftkompass testet die Venu 4 nicht selbst über Monate – für den ersten Eindruck lohnt sich stattdessen ein Blick auf reale Umstiegs-Erfahrungen aus der Community. Im Garmin-Nutzerforum auf android-hilfe.de beschreibt ein Nutzer, der zuvor eine Galaxy Watch trug, die neue Menüführung als moderner und näher an einer klassischen Smartwatch – auffällig sei etwa, dass der Kalender jetzt eine ganze Woche statt nur zwei Tage anzeigt, und die Übertragung der Trainingsdaten in die Garmin-Connect-App laufe spürbar schneller als bei der Vorgänger-Generation. Ein anderer Nutzer, der zuvor mehrere Konkurrenzmodelle wie Amazfit Balance 2, Huawei Watch Fit 4 Pro, Galaxy Watch Ultra und Pixel Watch 3/4 ausprobiert hatte, kehrte nach eigener Aussage bewusst zur Venu 4 zurück, weil ihm die Alternativen im direkten Vergleich „mindestens leicht schlechter“ erschienen.
Gesundheits-Tracking im Alltag
Im Alltag ist der EKG-Sensor die auffälligste Neuerung gegenüber der Venu 3: Eine Messung dauert etwa 30 Sekunden und liefert ein Ergebnis direkt auf dem Handgelenk, ohne zusätzliche App-Umwege. Zusammen mit Hauttemperatur, Pulsoximeter und dem bekannten Body-Battery-Wert entsteht ein deutlich breiteres Gesundheitsbild als beim Vorgänger. Wer regelmäßig Wanderungen mit mehreren hundert Höhenmetern unternimmt, profitiert zusätzlich vom Barometer-Höhenmesser, der unabhängig von GPS-Signalstärke arbeitet.
Dass eine so sensorreiche Uhr nicht immer reibungslos läuft, zeigen ebenfalls reale Nutzerberichte: Ein Garmin-Update (Version 15.16) behob laut offiziellem Changelog unter anderem einen Fehler, durch den sich der Lautsprecher beim Musikhören stummschaltete oder die Uhr bei eingehenden Anrufen neu startete. Im android-hilfe.de-Forum berichtet eine Nutzerin zudem von doppelt erfassten Morgen-Aktivitäten, die zeitweise nicht in der Connect-App auftauchten – ein Werksreset löste das Problem in ihrem Fall. Die Herstellerangabe zur Akkulaufzeit bestätigt sich dagegen in der Praxis: Nach einer Woche Nutzung waren laut einem Nutzerbericht noch 53 Prozent Akkukapazität übrig.
Die ehrliche Schwäche: Die Venu 4 bleibt trotz neuer Trainingsmetriken eine Lifestyle-Uhr – wer strukturierte Trainingspläne für einen Marathon oder Ultralauf sucht, findet bei Garmins Forerunner- oder Fenix-Reihe die tiefere Steuerung. Für alle, die vor allem Alltag, Schlaf und Gelegenheitssport abdecken wollen, ist das kein Nachteil.
Wer hauptsächlich Wandertouren am Wochenende plant und dabei Wert auf verlässliche Gesundheitswerte legt, ist mit der Venu 4 gut bedient – für strukturierte Wettkampfvorbereitung würde ich eher zu einer reinen Sportuhr raten.
Akkulaufzeit und GPS-Genauigkeit unterwegs
Mit Multiband-GNSS aktiviert sinkt die Akkulaufzeit spürbar: Statt bis zu 20 Stunden im reinen GPS-Modus (45 mm) sind es im präziseren Multiband-Betrieb laut Hersteller bis zu 17 Stunden. Für eine einzelne Tageswanderung reicht das komfortabel, für mehrtägige Trekkingtouren ohne Steckdose würde ich eher zum Coros Pace 3 mit seinen bis zu 38 Stunden reinem GPS-Betrieb raten. Im Alltag ohne durchgehendes GPS-Tracking bestätigt sich dagegen die Herstellerangabe von bis zu 12 Tagen Smartwatch-Modus als realistisch – ein Ladezyklus alle zwei Wochenenden ist im Alltag gut verkraftbar, gerade weil Schlaf- und EKG-Tracking sonst regelmäßig unterbrochen würden.
Häufige Fragen zu Garmin Venu 4
Ist die Garmin Venu 4 wasserdicht zum Schwimmen geeignet?
Mit einer Wasserdichtigkeit von 5 ATM laut Hersteller ist die Uhr für Schwimmen und Duschen geeignet, aber nicht für Gerätetauchen oder Wassersport mit hohem Aufpralldruck ausgelegt.
Funktioniert das EKG der Venu 4 auch in Deutschland?
Die EKG-Funktion muss von Garmin länderspezifisch freigegeben werden. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick in die aktuelle Garmin-Connect-App-Beschreibung, da sich Freigaben nach Marktstart ändern können.
Lohnt sich der Umstieg von der Venu 3 auf die Venu 4?
Wer bereits Multiband-GPS, EKG oder die LED-Taschenlampe konkret vermisst, profitiert vom Umstieg. Wer mit den bisherigen Gesundheitsfunktionen zufrieden ist, spart mit der Venu 3 aktuell rund 120 Euro bei nur zwei Tagen weniger Akkulaufzeit.
Ist die Venu 4 für Marathon-Training geeignet?
Grundlegende Trainingsmetriken sind vorhanden, die Uhr bleibt aber auf Alltag und Gesundheit ausgelegt. Für strukturierte Wettkampfvorbereitung bieten Garmins Forerunner- oder Fenix-Reihe die passendere Tiefe.
Wie unterscheidet sich die 41-mm- von der 45-mm-Version?
Beide Größen teilen sich laut Hersteller denselben Sensor- und Funktionsumfang. Die 41-mm-Version wiegt 42 Gramm und bietet bis zu 10 Tage Akkulaufzeit im Smartwatch-Modus, die 45-mm-Version wiegt 51 Gramm bei bis zu 12 Tagen.