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Water to Go Active 100 im Test: Lohnt sich der Filter?

Wer auf Reisen oder beim Wandern nicht ständig Wasserflaschen kaufen will, steht vor einem Problem: Ist das Leitungswasser vor Ort überhaupt unbedenklich? Die Water to Go Active 100 verspricht, genau das zu lösen — ein Hohlfaserfilter direkt in der 1-Liter-Flasche soll laut Hersteller Bakterien, Protozoen und sogar Viren zu über 99,999 Prozent entfernen, bei 193 g Gewicht und einem Flaschenkörper aus Zuckerrohr. Was leisten Filter, Gewicht und Kapazität laut den verfügbaren Daten – und wo liegen die Einschränkungen?

Water to Go Active 100, Produktfoto (Water to Go DACH)
Water to Go Active 100, Produktfoto (Water to Go DACH) Produktfoto: Water to Go DACH
4,0/ 5

Empfehlenswert für Reisen mit unsicherer Wasserqualität – vor allem, weil der Filter zusätzlich Viren abdeckt.

Zum vollständigen Urteil ↓

Kurzfazit

Ideal für
  • Weltreisen mit unsicherer WasserqualitätFiltert laut Hersteller Bakterien, Protozoen und Viren zu über 99,999 %
  • Trekking und Bikepacking193 g Gesamtgewicht, kein zusätzliches Filtergerät nötig
Bedingt geeignet
  • Gruppen- oder Familienreisen1,0 Liter Volumen pro Flasche, bei mehreren Personen wird häufiger nachgefüllt oder mehrere Flaschen nötig
Nicht für
  • Stark trübes Wasser ohne VorfilterungHohlfaserfilter setzen sich bei hohem Sedimentanteil grundsätzlich schneller zu
  • Seltene Kurztrips mit unbedenklichem WasserFür gelegentliche Reisen ins europäische Ausland lohnt sich der Aufpreis meist nicht

Auf einen Blick

Volumen1,0 Liter
Gewicht (Flasche mit Filter)193 g
Filterkapazität200 Liter pro Filter (ca. 100 Tage bei 2 l/Tag)
Flaschenkörper100 % Zuckerrohr, BPA-frei, spülmaschinengeeignet
Bakterien- / Protozoen- / Virenentfernung>99,9999 % / >99,998 % / >99,999 % (laut Hersteller)
Preis55,85 € bei Water to Go DACH
Was 200 Liter Filterkapazität im Alltag bedeuten
🧴rund 133 handelsübliche 1,5-Liter-Flaschen
📅ca. 100 Tage bei 2 Litern Tagesbedarf
✈️eine mehrwöchige Reise mit regelmäßigem Nachfüllen aus Leitungswasser

Für wen ist welcher Wasserfilter richtig?

EinsatzEmpfehlungWarum
Weltreise, unsichere WasserqualitätWater to Go Active 100Filtert laut Hersteller Bakterien, Protozoen und Viren zu über 99,999 %
Ultraleichtes Gepäck, nur Bakterien-/ProtozoenrisikoWater to Go Active 55Gleiche Filterleistung bei 0,55 Liter und 122 g – rund 70 g leichter
Wenig BudgetOrigin Outdoors WasserfilterStrohhalm-/Direktfilter mit laut Hersteller vergleichbarer Bakterien-/Protozoenfilterung, ohne Trinkflaschen-Funktion – Preis vor Kauf beim Handel prüfen
Nicht geeignet fürWer nur 1x im Jahr ins europäische Ausland reistBei unbedenklichem Leitungswasser vor Ort lohnt sich der Aufpreis für den integrierten Filter meist nicht

Water to Go Active 100 vs. die Alternativen

Für einen vollständig verifizierten Gewichts- und Preisvergleich mit der Active 100 kommt aktuell keine Fremdmarke infrage, weil sich für andere am Markt verbreitete Filterflaschen keine aktuellen, belastbaren Zahlen recherchieren ließen – sie werden deshalb hier bewusst nicht mit geschätzten Werten aufgeführt. Ein Vergleich ist stattdessen mit dem Origin Outdoors Wasserfilter aus demselben Katalog möglich: Er nutzt eine andere Filtertechnik (Strohhalm-/Direktfilter statt integrierter Trinkflasche) und ist laut Hersteller mit 138 g bei einer Filterkapazität von bis zu 100.000 Litern deutlich leichter und langlebiger als die Active 100 – dafür ohne eigenen Flaschenkörper und ohne dokumentierte Virenfilterung.

Water to Go Active 100
  • 193 g, 1,0 Liter integrierte Trinkflasche
  • Filtert laut Hersteller Bakterien, Protozoen UND Viren (>99,999 %)
  • Filterkapazität 200 Liter / ca. 100 Tage
  • Flaschenkörper aus Zuckerrohr, BPA-frei
Origin Outdoors Wasserfilter
  • Strohhalm-/Direktfilter, laut Hersteller auch mit Flaschengewinde nutzbar – kein eigener Flaschenkörper
  • Filtert laut Hersteller 99,9999 % Bakterien / 99,9 % Protozoen – keine Herstellerangabe zu Viren
  • Porengröße laut Hersteller 0,1 Mikron, Filterkapazität laut Hersteller bis zu 100.000 Liter
  • 138 g, Maße Ø 38,5 x 145 mm, ca. 29,95 € (Stand: 2026-09, Herstellerangabe)

Empfehlung: Wer auch vor Viren im Trinkwasser geschützt sein will – etwa auf Fernreisen –, ist mit der Active 100 besser bedient, da sie als einzige der beiden Lösungen laut Hersteller auch Viren zurückhält. Wer nur einen kompakten Zusatzfilter für ansonsten mikrobiologisch unbedenkliches Quell- oder Leitungswasser sucht und auf eine integrierte Trinkflasche verzichten kann, für den kann der Origin Outdoors Wasserfilter infrage kommen – bei 138 g und rund 29,95 € (Stand: 2026-09) eine deutlich leichtere und günstigere Ergänzung, allerdings ohne eigene Trinkflasche und ohne belegten Virenschutz.


PRO & CONTRA

Pro
  • Filtert laut Hersteller zusätzlich zu Bakterien und Protozoen auch Viren zu über 99,999 % – deckt damit mehr Erregerklassen ab als reine Bakterien-/Protozoenfilter.
  • Flaschenkörper besteht laut Hersteller zu 100 % aus Zuckerrohr, ist BPA-frei und spülmaschinengeeignet.
  • Mit 193 g kaum schwerer als eine gewöhnliche Trinkflasche ohne Filter.
  • Ein Filter reicht laut Hersteller für rund 200 Liter bzw. ca. 100 Tage bei 2 Litern Tagesbedarf.
Contra
  • Die genaue Porengröße des Hohlfaserfilters nennt der Hersteller nicht öffentlich, nur die Labor-Rückhalteraten.
  • Durchflussmenge ist auf der Herstellerseite nicht dokumentiert. Ein Ersatzfilter-Doppelpack kostet laut Hersteller 32,90 € (Stand: 2026-09), rund 16,45 € pro Filter.
  • Reine Strohhalm- oder Direktfilter ohne eigene Trinkflasche sind in der Anschaffung erfahrungsgemäß oft günstiger als eine komplette Filterflasche wie die Active 100 – ein Preisvergleich vor dem Kauf lohnt sich, zumal für solche Zusatzfilter selbst häufig kein eigener Herstellerpreis dokumentiert ist.

Zuckerrohr statt Plastik – was das im Alltag bedeutet

Water to Go positioniert die Active-Serie ausdrücklich als nachhaltige Alternative zu Einweg-Wasserflaschen: Der Flaschenkörper besteht laut Hersteller zu 100 Prozent aus Zuckerrohr statt aus klassischem PET, ist BPA-frei und laut Produktseite spülmaschinengeeignet. Wer ohnehin auf plastikreduzierte Ausrüstung achtet, für den dürfte das ein zusätzliches Kaufargument sein – auf die reine Filterleistung hat das Material selbst keinen Einfluss. Ein weiterer praktischer Nebeneffekt: Da der Filter direkt in der Flasche sitzt, entfällt unterwegs häufig der Griff zu abgefüllten Einwegflaschen – über eine mehrwöchige Reise summiert sich das erfahrungsgemäß spürbar, auch wenn sich das ohne konkrete Zähldaten nicht exakt beziffern lässt.

Bei der Wahl zwischen einer klassischen Filterflasche mit PET-Körper und der Active 100 wäre für mich der Zuckerrohr-Flaschenkörper ein zusätzliches, aber nachrangiges Argument – der eigentliche Kaufgrund bleibt für die meisten die dokumentierte Filterleistung, nicht das Flaschenmaterial.

Grundlage dieser Einschätzung: Herstellerdaten watertogo.net · Vergleich mit weiteren Wasserfiltersystemen aus dem Katalog (Water to Go Active 55/75, Origin Outdoors Wasserfilter) · keine eigene Langzeitnutzung.

Filterleistung: Wofür der Hohlfaserfilter laut Datenblatt reicht

Der eingebaute Hohlfaserfilter entfernt laut Hersteller mehr als 99,9999 Prozent der getesteten Bakterien (Total Coliforms / E. coli ATCC 8739), mehr als 99,998 Prozent der getesteten Protozoen-Surrogate und mehr als 99,999 Prozent des getesteten MS2-Coliphagen als Virus-Referenz. Damit deckt die Active 100 auf dem Papier alle drei relevanten Erregerklassen ab – viele einfachere Hohlfaserfilter filtern dagegen nur Bakterien und Protozoen zuverlässig, Viren sind wegen ihrer geringeren Größe technisch schwieriger zurückzuhalten.

Die ehrliche Schwäche: Die genaue Porengröße des Hohlfaserfilters nennt Water to Go auf der Produktseite nicht – nur die Labor-Rückhalteraten für Bakterien, Protozoen und Viren. Wer die Active 100 technisch mit anderen Hohlfaserfiltern vergleichen will, muss sich auf diese Prozentwerte statt auf eine Mikrometer-Angabe verlassen. Für die reine Kaufentscheidung ist das verschmerzbar, für einen lückenlosen Datenblatt-Vergleich nicht.

Die genannten Werte stammen laut Herstellerangaben aus Labortests mit definierten Referenzorganismen und sind keine Garantie für jede denkbare Wasserqualität vor Ort: Bei stark trübem oder sedimenthaltigem Wasser setzen sich Hohlfaserfilter grundsätzlich schneller zu, unabhängig vom Hersteller. In solchen Fällen ist erfahrungsgemäß eine grobe Vorfilterung – etwa durch ein Tuch – sinnvoll, bevor die Flasche befüllt wird.

Für Reisen in Regionen mit unsicherer Wasserqualität, etwa auf Fernreisen außerhalb Europas, würde ich eher zur Active 100 als zu einem reinen Bakterienfilter raten – die zusätzliche, laut Herstellerlabor belegte Virenfilterung ist dort kein Nice-to-have, sondern ein reales Sicherheitsplus – eine unabhängige Bestätigung dieser Schutzwirkung unter realen Einsatzbedingungen liegt dafür nicht vor. Wer dagegen nur innerhalb Mitteleuropas unterwegs ist und höchstens mit Bakterien im Quellwasser rechnen muss, für den ist der Aufpreis gegenüber einem einfacheren Filter schwerer zu rechtfertigen.

Handling unterwegs: Volumen, Gewicht, Nachfüllrhythmus

Mit 1,0 Liter Volumen und 193 Gramm Gesamtgewicht ist die Active 100 spürbar schwerer als die kleinere Active 55 mit 122 g – ein Vergleich mit anderen am Markt verbreiteten Filterflaschen ist mangels belastbarer Datenlage nicht möglich (siehe Vergleichsabschnitt oben). Laut Herstellerbeschreibung liegt ein Vorteil im Funktionsprinzip: Die Flasche funktioniert wie eine gewöhnliche Trinkflasche, ein separates Filtergerät oder Pumpen ist nicht nötig – das Wasser läuft beim Trinken direkt durch den Hohlfaserfilter. Wie schnell das im Alltag tatsächlich geht, ist mangels dokumentierter Durchflussmenge nicht belegt.

Wer überwiegend allein unterwegs ist, für den dürfte ein Liter in den meisten Alltagssituationen ausreichen, insbesondere wenn regelmäßig Nachfüllmöglichkeiten entlang der Strecke bestehen. Bei Familien mit Kindern würde ich dagegen von Anfang an eine zweite Flasche einplanen, statt auf ein einzelnes Nachfüllen pro Tag zu vertrauen – wer eine mehrtägige Tour ohne verlässliche Wasserstellen plant, sollte den tatsächlichen Tagesbedarf vorher grob durchrechnen. Die Reinigung des Flaschenkörpers ist laut Hersteller unkompliziert, da er spülmaschinengeeignet ist; zur Reinigung oder zum Austausch des Filtereinsatzes selbst macht die Herstellerseite keine gesonderten Angaben – hier lohnt sich vor dem ersten Einsatz ein Blick in die beiliegende Anleitung.

Häufige Fragen zu Water to Go Active 100

Entfernt die Water to Go Active 100 auch Viren aus dem Wasser?

Ja, laut Hersteller entfernt der Hohlfaserfilter mehr als 99,999 % der getesteten Viren (MS2-Coliphage als Referenz) zusätzlich zu Bakterien und Protozoen. Das unterscheidet die Active 100 von reinen Bakterien-/Protozoenfiltern.

Wie lange hält ein Filter der Active 100?

Laut Hersteller reicht ein Filter für rund 200 Liter, was bei einem Tagesbedarf von 2 Litern etwa 100 Tagen entspricht. Wie schnell der Filter tatsächlich verbraucht ist, hängt stark von der Wasserqualität vor Ort ab – bei trübem oder sedimenthaltigem Wasser typischerweise schneller als bei klarem Quellwasser.

Ist die Water to Go Active 100 spülmaschinenfest?

Der Flaschenkörper ist laut Hersteller spülmaschinengeeignet. Zum Filtereinsatz selbst macht die Herstellerseite keine gesonderte Reinigungsangabe – im Zweifel die Herstellerhinweise zum Filterwechsel beachten.

Für welche Reiseziele eignet sich die Flasche am meisten?

Am meisten Sinn ergibt sie auf Reisen in Regionen mit unsicherer Leitungswasserqualität, etwa auf Fernreisen oder längeren Trekkingtouren – dort, wo neben Bakterien auch Viren im Wasser ein realistisches Risiko sind.

Was unterscheidet die Active 100 von der kleineren Active 55?

Beide nutzen laut Hersteller denselben Filtertyp mit identischer Rückhalteleistung. Der Unterschied liegt im Volumen (1,0 statt 0,55 Liter) und Gewicht (193 g statt 122 g) – die Active 55 ist die leichtere Wahl für minimalistisches Gepäck.

Ersetzt der Filter das Abkochen von Wasser in einer Notfallsituation?

Für den Reise- und Trekkingalltag deckt der Filter laut Herstellerangaben Bakterien, Protozoen und Viren ab. Für Extremsituationen mit stark verunreinigtem oder chemisch belastetem Wasser ersetzt ein Hohlfaserfilter aber keine geprüfte Notfallwasseraufbereitung – im Zweifel zusätzliche Maßnahmen wie Abkochen einplanen.

Zur Einordnung: Bei Wasserfiltern gewichten wir die Wasserqualität/Filterleistung am stärksten, gefolgt von Handling und Kapazität. 4,0 von 5 steht für klar empfehlenswert mit Einschränkungen – die Abzüge entstehen durch die fehlende Durchfluss- und Porengrößenangabe sowie den mit 55,85 € gegenüber dem einfacheren Origin Outdoors Wasserfilter (29,95 €) höheren Preis, nicht durch die Filterleistung selbst.

Quellen & Einschätzung
Herstellerdaten watertogo.net — Gewicht, Volumen, Filterkapazität, Rückhalteraten, Materialangaben (Stand: 2026-08)
Herstellerdaten watertogo.net — Markenhintergrund, Testmethodik der Filterlabordaten, Einsatzempfehlungen (Stand: 2026-09)
Herstellerdaten watertogo.net — Preis des Ersatzfilter-Doppelpacks: 32,90 € (Stand: 2026-09)
Herstellerdaten relags.de — Gewicht, Preis, Porengröße, Filterkapazität und Maße des Origin Outdoors Wasserfilters für den Alternativ-Vergleich (Stand: 2026-09)