Kurzfazit
- Bestehende Zendure-SolarFlow-NutzerAce 1500 wird ohne Zusatzkabel direkt auf vorhandene AB1000/AB2000-Batterien gesteckt
- Modulare Ausbauplanungbis zu vier Batterien stapelbar, Kapazität von 960 Wh bis 7.680 Wh frei wählbar
- Notstrom-Einsteiger ohne BatterieBasisgerät liefert allein 0 Wh Kapazität – Gesamtkosten steigen mit AB-Batterie schnell auf 800 € und mehr
- Dauereinsatz im Freiennur IP31-Schutz, im Gegensatz zu den IP65-Batterien nicht wetterfest
- Sofort-startklar-Käuferwer ohne Zusatzkauf loslegen will, ist mit einer All-in-one-Powerstation wie dem EcoFlow DELTA 3 Plus besser bedient
Auf einen Blick
| Gewicht / Maße (Basisgerät) | 4 kg, 326 × 200 × 108 mm |
| Eigene Akkukapazität | 0 Wh (kein integrierter Akku) |
| AC-Ausgang | 2 × 230 V, 1.500 W Dauerleistung, 3.000 W Spitze |
| USB / XT-60 | USB-C 65 W, USB-A 12 W, XT-60 130 W Output / 400 W PV-Eingang |
| Schutzklasse | IP31 (Staub-/Spritzschutz, nicht wetterfest) |
| Garantie Ace 1500 | 5 Jahre (kompatible AB-Batterien: 10 Jahre) |
Die drei gängigsten Ausbaustufen (Preise Stand: Juli 2026):
| Konfiguration | Kapazität | Max. AC-Leistung | Ca.-Preis |
|---|---|---|---|
| Ace 1500 (Solo) | 0 Wh | 0 W (ohne Batterie nicht nutzbar) | ca. 140–480 € |
| Ace 1500 + 1× AB2000X | 1.920 Wh | 1.200 W | ca. 798 € |
| Ace 1500 + 2× AB2000X | 3.840 Wh | 1.500 W (volle Leistung) | ca. 1.169 € |
Dieser Test bewertet ausschließlich das Basisgerät (Solo), wie es unter obiger Preisspanne erhältlich ist – ohne Batterie im Lieferumfang. Die große Spanne erklärt sich durch stark unterschiedliche Kanäle: Preisvergleichsportale listen das Modul häufig deutlich günstiger als der Zendure-Direktshop (Details siehe Quellen-Box).
Das solltest du vor dem Kauf prüfen
Das Ace 1500 ist kein Fertigprodukt, sondern der Einstieg in ein Baukastensystem – die eigentliche Kaufentscheidung fällt erst bei der Batteriewahl. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf diese Punkte:
- Wie viele Batterien brauchst du wirklich? Eine AB2000X liefert 1.200 W, die vollen 1.500 W gibt es laut Hersteller erst ab zwei Batterien.
- AB1000 oder AB2000X? 960 Wh gegenüber 1.920 Wh bei unterschiedlichem Preis pro Wh – für reine Notstrom-Absicherung einzelner Geräte reicht oft die kleinere Batterie.
- Besitzt du schon eine Zendure-Batterie? Dann kostet dich nur das Ace-Modul – je nach Händler zwischen ca. 140 € und 479 € – statt der vollen ca. 798 € für Modul plus Batterie (Stand: Juli 2026).
- Ist der Aufstellort wetterfest? Das Ace 1500 selbst ist nur nach IP31 geschützt – ein überdachter Platz oder Innenraum sollte eingeplant sein.
- Rechne den realen Gesamtpreis vor dem Kauf durch: 798 € für eine Batterie bis 1.169 € für zwei (Stand: Juli 2026) – nicht nur die rund 140–480 € des Basisgeräts, die allein keine nutzbare Powerstation ergeben.
Was 1.920 Wh im Alltag bedeuten
Für wen ist welche Powerstation richtig?
| Einsatz | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Bereits vorhandene Zendure-AB-Batterie mobil nutzen | Ace 1500 (Solo) | steckt direkt auf, kein Zusatzkabel, kein Doppelkauf |
| Erstkauf einer kompletten Powerstation ohne Vorwissen | EcoFlow DELTA 3 Plus | sofort einsatzbereit, 1.800 W, kein Batteriekauf nötig (1.024 Wh integriert) |
| Notstrom mit hoher Dauerleistung für mehrere Großgeräte | Goal Zero Yeti 1500X | 2.000 W Dauerleistung sofort verfügbar, keine Zusatzteile nötig |
| Camping mit KFZ-Nachladung unterwegs | Ace 1500 + 1× AB2000X | XT-60-KFZ-Ladeeingang vorhanden, kompaktes Ace-Gehäuse |
| Budget unter 450 € | keine sinnvolle Alternative unter den drei getesteten Systemen | Ace 1500 (Solo) allein liefert 0 Wh, DELTA 3 Plus (ab ca. 732 €) und Yeti 1500X (ca. 999 €, beide Stand: Juli 2026) liegen beide über diesem Budget |
| Nur kleine Geräte, geringer Strombedarf (Smartphone, Kleinelektronik) | keins der drei Systeme | die 1.500–1.920-Wh-Klasse ist dafür deutlich überdimensioniert – eine kompakte Powerbank oder kleine Powerstation reicht |
Zendure Ace 1500 vs. die Alternativen
- 1.920 Wh, davon 0 Wh im Ace selbst
- 1.200 W Dauerleistung (mit nur 1 Batterie)
- Gesamtgewicht ca. 24,3 kg
- ca. 798 € (Stand: Juli 2026)
- 1.024 Wh integriert
- 1.800 W Dauerleistung (3.600 W Spitze), sofort verfügbar
- 12,5 kg
- ab ca. 732 € (Geizhals-Bestpreis, Stand: Juli 2026)
Empfehlung: Wer noch keine Zendure-Batterie besitzt und mit rund der Hälfte der Kapazität auskommt, bekommt beim DELTA 3 Plus für weniger Geld sofort 1.800 W und rund 11,8 kg weniger Gewicht. Wer die höhere Kapazität von 1.920 Wh wirklich braucht, bleibt beim Ace-System.
- 0 Wh eigene Kapazität
- 4 kg, nur IP31
- ca. 140–480 € (Preisvergleich bis Direktshop)
- 5 Jahre Garantie
- 1.516 Wh integriert
- ca. 21 kg
- ca. 999 €
- 2.000 W Dauerleistung sofort nutzbar
Empfehlung: Selbst am oberen Ende der Preisspanne bekommt man beim Yeti 1500X für ähnliches Geld keine Kapazität geschenkt, aber immerhin eine komplette, sofort startklare Powerstation – für alle ohne vorhandene Zendure-Batterie die unkompliziertere Wahl.
PRO & CONTRA
- Sehr leichtes, kompaktes Basisgerät mit nur 4 kg und Maßen von 326 × 200 × 108 mm.
- Bis zu vier AB1000/AB2000-Batterien stapelbar, Kapazität von 960 Wh bis 7.680 Wh frei wählbar.
- Volle 1.500 W Dauerleistung und 3.000 W Spitzenleistung, laut unabhängigem Test ausreichend für Trennschleifer, Heißluftpistole oder Gartenpumpe.
- USV-Umschaltzeit unter 20 Millisekunden — Kühlschrank oder PC laufen bei Stromausfall unterbrechungsfrei weiter.
- Zehn Jahre Garantie auf die kompatiblen AB1000/AB2000-Batterien, deutlich mehr als bei vielen integrierten Konkurrenz-Akkus.
- Das Basisgerät selbst liefert 0 Wh Kapazität — ohne mindestens eine AB1000/AB2000-Batterie ist es nur ein Wechselrichter ohne Speicher.
- Nur IP31 statt der IP65-Einstufung der eigenen Batterien — für Dauereinsatz im Freien nicht vorgesehen.
- Unabhängiger Test bemängelt anhaltenden Plastik-/Weichmachergeruch auch nach drei Wochen Nutzung sowie eine im Vergleich zu anderen Zendure-Produkten „billig“ wirkende Verarbeitung.
- Ladeleistung beim AB2000 schwankte laut unabhängigem Testbericht unregelmäßig zwischen 600 und 900 W, komplett leere Akkus ließen sich zum Testzeitpunkt ohne zusätzlichen PV-Hub nicht direkt nachladen.
Warum das Ace 1500 kein klassischer Testkandidat ist
Anders als bei einer normalen Powerstation kauft man beim Ace 1500 zunächst nur den Wechselrichter — der Akku fehlt komplett. Für Besitzer eines bestehenden Zendure-SolarFlow-Systems ist das ein cleveres Prinzip: Die ohnehin vorhandene Balkonkraftwerk-Batterie wird ohne Zusatzkabel zur mobilen Powerstation. Wer aber komplett neu einsteigt, zahlt für Modul plus mindestens einer AB2000X-Batterie schnell mehr als für ein fertiges All-in-one-Gerät.
Grundlage dieser Einschätzung: Herstellerdaten zendure.de/zendure.com · unabhängiger Praxistest smartzone.de (Ladeverhalten, Lautstärke, Belastungstests) · Preisvergleich Geizhals.de/heise.de/idealo.at.
Anschluss und erster Eindruck
Das Ace 1500 wird laut Hersteller ohne zusätzliches Verbindungskabel direkt auf eine AB1000- oder AB2000-Batterie gesteckt. Im Off-Grid-Betrieb reicht danach ein Tastendruck zum Einschalten. Laut Testbericht fällt positiv auf: Die Bedienung über den zweifach belegten Funktionstaster ist für Camping- oder Notstromeinsätze auch ohne App durchdacht — Wi-Fi/Bluetooth-Kopplung ist für die reine Steckdosennutzung nicht zwingend nötig. Wer dagegen dauerhaft draußen im Garten stromversorgen will, sollte die IP31-Einstufung ernst nehmen: Regen oder hohe Luftfeuchtigkeit können dem Gerät laut Testbericht schaden, während die angeschlossene Batterie selbst mit IP65 deutlich robuster ausgelegt ist.
Dauerleistung im Alltag
Im unabhängigen Belastungstest hielt das Ace 1500 sein Leistungsversprechen von 1.500 W Dauerleistung ein — ein Trennschleifer mit 2.200 W Anlaufleistung und eine Gartenpumpe mit 2.000 W Anlaufstrom liefen problemlos, allerdings erst mit zwei angeschlossenen Batterien. Mit nur einer AB2000 bleibt bei 1.200 W Schluss, mit einer AB1000 bereits bei 960 W.
Die ehrliche Schwäche: Die volle 1.500-W-Leistung ist an zwei Batterien gebunden — wer nur eine AB2000X besitzt, bekommt maximal 1.200 W nutzbar, und Geräte mit mehr Dauerlast (Rasenmäher, größere Werkzeuge) schalten sich dann ab. Für Einzelgeräte bis 1.200 W ist das kein Problem, für Werkstatteinsätze mit größeren Maschinen aber eine reale Grenze, die man vor dem Kauf einplanen sollte.
Wer hauptsächlich einzelne Haushaltsgeräte im Stromausfall absichern will, ist mit einer Batterie gut bedient. Für Werkstatt- oder Baustellen-Dauerlast würde ich eher zu zwei Batterien oder direkt zum EcoFlow DELTA 3 Plus mit sofort verfügbaren 1.800 W raten.
Was nach Wochen im Dauerbetrieb auffällt
Nach längerer Nutzung berichtet der unabhängige Test von einem weiterhin wahrnehmbaren Plastik-/Weichmachergeruch, der auch nach drei Wochen nicht verschwunden war — besonders spürbar, sobald die beiden internen Lüfter unter Last aktiv werden. Diese bleiben mit maximal 42 dB(A) objektiv leise, die Frequenz wird aber als präsent und in Schlafräumen störend beschrieben. Laut Testbericht besonders praktisch: Der geringe Eigenverbrauch, denn Ace und angeschlossener PV-Hub zusammen benötigen im Standby nur rund 6 W, das gesamte System inklusive Steckdosen-Bereitschaft liegt bei etwa 10 W — ein Wert, der die nutzbare Laufzeit im Notstromfall kaum schmälert.
Häufige Fragen zu Zendure Ace 1500
Funktioniert das Zendure Ace 1500 auch ohne AB1000/AB2000-Batterie?
Nein. Das Ace 1500 hat keinen eigenen Akku und liefert ohne angeschlossene AB1000- oder AB2000-Batterie keine Ausgangsleistung — es ist reines Wechselrichter-Modul.
Wie viele Batterien kann ich an das Ace 1500 anschließen?
Bis zu vier AB1000- oder AB2000-Batterien in beliebiger Kombination, laut Hersteller mit einer maximalen Gesamtkapazität von 7.680 Wh.
Ist das Ace 1500 wasserdicht und für den Dauereinsatz im Garten geeignet?
Nein, das Gerät ist nach IP31 nur gegen Staub und leichten Spritzwasser geschützt und laut Hersteller stets an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren.
Wie viel Leistung bekomme ich mit nur einer Batterie?
Mit einer AB1000 sind maximal 960 W AC-Ausgangsleistung möglich, mit einer AB2000 maximal 1.200 W. Die vollen 1.500 W werden laut Hersteller erst mit zwei oder mehr Batterien erreicht.
Kann ich das Ace 1500 mit Solarmodulen aufladen?
Ja, über den XT-60-Eingang mit bis zu 400 W (16–60 V, 10 A). Für die volle Ladeleistung sind laut unabhängigem Test Solarmodule mit einer Arbeitsspannung von 41–42 V nötig.
Schaltet das Ace 1500 bei Stromausfall automatisch auf Akkubetrieb um?
Ja, laut Hersteller und unabhängigem Test in wenigen Millisekunden (unter 20 ms) — angeschlossene Geräte wie Kühlschrank, TV oder PC laufen ohne spürbare Unterbrechung weiter.